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Projekttag der Arbeitsgruppe Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage an der Gesamtschule Schloß Holte-Stukenbrock

Die feierliche Verleihung des Titels "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" an unsere Schule wurde im Herbst 2018 mit einem bunten und vielfältigen Bühnenprogramm und vielen Ehrengästen vollzogen. 

Am Freitag, den 28. März 2019 traf sich nun die SOR-SMC-Gruppe mit ihrem Projektpaten, Herrn Professor Andreas Zick von der Uni Bielefeld, in der Schülerbibliothek. Ziel des Projekttages war es, ein Konzept zu entwickeln, wie wir SOR-SMC im Schulalltag weiter umsetzen können.

Zunächst sprachen wir über die Ergebnisse der großen Umfrage zum Thema „Ausgrenzung und Diskriminierung an der Gesamtschule SHS“. Herr Zick fand es bemerkenswert, dass fast 530 Schülerinnen und Schüler an der Befragung teilgenommen hatten. Das zeige ein gutes Klima und eine offene Gesprächskultur an unserer Schule. 

Er gab uns wichtige Tipps, wie wir mit den Ergebnissen weiterarbeiten sollten. Die Schülerinnen und Schüler formulierten zehn knappe Aussagen zu den wichtigsten Ergebnissen, die der Umfrage zu entnehmen waren. Fast 70 % der Schülerschaft finden es demnach gut, dass die Gesamtschule „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. Auffällig war zum Beispiel auch, dass Ausgrenzung in der eigenen Klasse nicht so stark empfunden wird, während sie in der Gesellschaft außerhalb der Schule als relativ hoch empfunden wird.  Ein weiteres Ergebnis war, dass 44% unserer Schülerinnen und Schüler angaben, schon einmal benachteiligt oder ausgegrenzt worden zu sein. Herr Zick bot an, die Fragebögen in seinem Institut noch einmal professionell auswerten zu lassen und einen vollständigen Bericht  in einer Lehrerkonferenz persönlich vorzustellen. Der Projektpate machte den Kindern und Jugendlichen auch deutlich, dass sie als Teil der SOR-SMC-Gruppe eine wichtige Rolle innehaben. Sie müssten sich nun mit ihren persönlichen Stärken und Kompetenzen einbringen und die Anliegen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ selbstbewusst im Schulalltag vertreten.

Im weiteren Verlauf des Tages bildeten die Schülerinnen und Schüler Arbeitsgruppen: Eine Gruppe beschäftigte sich damit, wie man die Projektgruppe im Schulalltag sichtbarer machen könnte. Außerdem setzten sie sich mit dem Vorschlag auseinander, eine Anlaufstelle für betroffene Schüler anzubieten, wo ihnen zugehört und ggf. geholfen werden kann. Eine andere Gruppe plant, Erfahrungsberichte von betroffenen Schülerinnen und Schülern zu sammeln und zu präsentieren, um ihre Mitschülerinnen für das Thema zu sensibilisieren.

Um 13 Uhr endete der arbeitsintensive Projekttag mit guten Ergebnissen und Plänen zur Weiterarbeit. Besonders erfreulich ist auch, dass drei weitere Schülerinnen aus dem 9. Jahrgang der Projektgruppe beigetreten sind!

 

Infokasten: Eine Schule bekommt das Zertifikat, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen an der Schule eine Selbstverpflichtung unterschrieben haben. Die beinhaltet, dass sich jeder einzelne das Ziel setzt, Diskriminierungen und Rassismus zu überwinden, Wege gegen Gewalt, Äußerungen oder Handlungen zu finden und einmal im Jahr an der Schule ein Projekt zum Thema „Diskriminierungen" durchzuführen. Mehr als 800 Schulen in Nordrhein-Westfalen besitzen den Titel mittlerweile.

auf dem Foto sind zu sehen (von rechts): Henning Rüschenschmidt, Luca-Fynn Taaken (6d), Vlera Shabani (7b), Jessika Jurkewitsch (9a), Argjend Hasani (9b), Tabea Schneider (9a), Jonas Wolke (9b), Manuel Dick (7b), Jennifer Buhl (6d), Philipp Richter (7b), Alexandra Seibel (9d), Christina Fründt, Prof. Andreas Zick und Nida Gondal

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